Chronik

Die Gründung

Auf Initiative von Heinrich Helmert wurde im Jahr 1976 unter Mitwirkung von Pastor Scherer eine Rhythmusgruppe gegründet. Hier machten ca. 40 Kinder erste Erfahrungen mit der Musik. Am 10. November 1976 fand dann eine Elternversammlung statt, die den Grundstein für den Musikkreis Holpe legte. Protokollführer Heinz Wagener schrieb hierzu:
"Am heutigen Tage fand eine Elternversammlung um 20.00 Uhr im katholischen Pfarrheim statt. Kursleiter Heinrich Helmert gab eingehenden Bericht über den Lehrgang für "Rhythmus - Instrumente" bekannt. Über 40 Kinder waren in 40 Musikstunden theoretisch und praktisch unterrichtet worden. Das Musizieren hatte den Kindern so viel Spaß gemacht, daß sie demnächst noch weitere Instrumente spielen lernen wollen. Gedacht ist in erster Linie an Blasinstrumente. Die Wahl der Instrumente soll den Kindern überlassen bleiben." Vorgeschlagen wurde die Gründung eines Musikkreises.
Nach reger Aussprache wurde die Anbindung an einen bestehenden Verein nicht gewünscht. Von den anwesenden 29 Eltern entschieden sich bei freier Abstimmung 26 für einen eigenen Verein ohne Anbindung. 3 Eltern waren für eine Anbindung an einen bestehenden Verein. Auch wurde der Übungsraum für die Proben eingehend besprochen. Es wurde vorgeschlagen, im Klassenraum der Grundschule die Proben abzuhalten. Frau Volmert von der Grundschule wurde gebeten, Verhandlungen mit Herrn Schulleiter Dirkes und der Gemeindeverwaltung zu führen. Nach reger Aussprache für die Leitung des Musikkreises wurde von den Eltern ein Vorstand vorgeschlagen und bestätigt. Folgende Damen und Herren gehören dem Vorstand an:
Willibald Klüser, Hildegard Vaas, Ingrid Volmert, Heinz Wagener, Anneliese Schmidt, Willibald Kötting und Anne Schneider. Die einzelnen Sparten des Vorstandes sollen in einer besonderen Sitzung festgehalten werden. Die besondere Sitzung wurde für den 17.11.1976 um 20.40 Uhr in Steimelhagen im Haus des Kursusleiters Heinrich Helmert festgelegt. Da die Finanzen des Vereins zuerst aufgestockt werden müssen, wurde eine einmalige Einlage von 50 DM und je Kind ein monatlicher Beitrag von 20 DM (ab 2. Kind 10 DM) festgelegt. Um 22.15 Uhr wurde die Versammlung von Kursusleiter Heinrich Helmert geschlossen." Und der Musikkreis Holpe war gegründet. Der neu gewählte Vorstand leistete Pionierarbeit, so wurde am 14. Juli 1977 die erste Satzung verabschiedet. Kurz bevor das junge Orchester seinen ersten Auftritt hatte: am 16. Juli 1977 beim 95 - jährigen Bestehen des Holper Kirchenchores. Die Eltern spielten in dieser Zeit eine sehr wichtige Rolle. Da das Orchester nur aus Kindern und Jugendlichen bestand, übernahmen sie die Vorstandsarbeit und sorgten u.a. finanziell dafür, dass der Musikkreis auf die Beine kam. Sie trafen sich daher auch in regelmäßigen Elternversammlungen um das weitere Vorgehen zu besprechen. In den ersten Jahren übernahmen die Eltern die Verwaltung und somit auch die Verantwortung. Aber schon 1980 wurden die ersten Vertreter der jungen Musiker in den Vorstand aufgenommen. Anne Klüser, Christoph Kötting, Bernadette Schmitz und Monika Schneider sollten die Interessen der Jugendlichen vertreten. In den vielen Jahren wurden regelmäßig neue Vorstände gewählt. Viele Eltern und Musiker engagierten sich für diesen Verein. Und so haben viele Hände dabei mitgeholfen, dass er so geworden ist, wie er ist. Plötzlich und unerwartet verstarb dann 2005 Willibald Klüser, unser langjähriger Vorsitzender und bis zum Schluss im Vorstand aktiv als Ehrenvorsitzender. Zuerst gehörte Willibald Klüser zu den Eltern, die bei der Gründung des Vereins mit dabei waren. Und während sich alle anderen Eltern mit der Zeit zurückzogen, war er, inzwischen schon Großvater von zwei unserer Nachwuchskinder, immer noch mit dem gleichen Einsatz und Elan bei der Sache. Von 2003 bis 2005 war Thomas Knuth das Amt erster Vorsitzender, der dieses Amt aber aus gesundheitlichen Gründen abgeben musste. Seit 2005 ist Guido Leidig gewählter erster Vorsitzender des Musikkreis Holpe e.V.

Die Dirigenten

Heinrich Helmert aus Steimelhagen war nicht nur der Initiator, in Holpe einen Musikkreis zu gründen, er war auch der erste Dirigent. In den Anfängen wurde er unterstützt durch Bruno Seifer. Er arbeitete intensiv daran, den Verein musikalisch weiter zu entwickeln. Und er hatte Erfolg damit, so sagte er selber einmal: "Der Verein wird jedes Jahr leistungsfähiger". Als Heinrich Helmert nach den Sommerferien 1983 aus gesundheitlichen Gründen den Dirigentenstab abgeben wollte, erklärte sich Erwin Galke aus Biebelshof bereit, den Musikkreis zu leiten. So fand, nach der Verabschiedung von Heinrich Helmert am 11. August 1983, am 23. August 1983 die erste Probe unter dem neuen Dirigenten Erwin Galke statt. Unterstützt wurde dieser in seiner Tätigkeit auch durch seinen Sohn Lothar Galke. Erwin Galke betätigte sich unter anderem auch als Komponist, so stammt von ihm der Text des Vereinsliedes "Holper Musikanten":
Holper Musikanten - spielen auf für Alt und Jung
Holper Musikanten - bringen gemütlich in Schwung
Vom Tal bis zu den Bergeshöhn im Oberberger Land
Sind wir und unsere Weisen bald überall bekannt.

Zum Jahreswechsel 1991/1992 gab Erwin Galke aus Altersgründen seinen Rücktritt bekannt. Deshalb wurde ein Nachfolger für ihn gesucht - und gefunden. Seit 1992 ist Andreas Klein der musikalische Leiter des Musikkreis Holpe. Unterstützt in der musikalischen Arbeit durch Lukas Fuchs, den Leiter des Nachwuchsorchester und danach durch Ben Adams. Ben leitete das Kidsorchester bis zum Frühjahr 2010 und gab den Dirigentenstab aus beruflichen gründen im Frühjahr 2010 an Stefan Vogel weiter.

Die Auftritte

Wie schon erwähnt hatte der Musikkreis Holpe e.V. seinen ersten Auftritt am 16. Juli 1977 beim 95-jährigen Bestehen des Holper Kirchenchores. Dies sollte aber bei weitem nicht der einzige bleiben. In den Anfängen traten die jungen Musiker bei Kurkonzerten in Morsbach und Wiehl auf, gestalteten Preisverleihungen der Raiffeisenbank Morsbach mit oder spielten auf Weihnachtsfeiern. Seit dem Jahr 1980 nimmt der Musikkreis am Karnevalsumzug in Bonn-Endenich teil und seit einigen Jahren auch in Bad Godesberg. Einer der bedeutendsten Auftritte war sicherlich die 100-Jahr-Feier des Kölner Doms am 7.September 1980. Regelmäßige Herbstkonzerte finden seit über 15 Jahren statt und seit einigen Jahren im unterschiedlichen Rahmen im Frühjahr auch Kirchenkonzerte in der katholischen Kirche Holpe. Zu den seit Jahren regelmäßigen Auftritten gehören auch die Fronleichnamsprozessionen in Waldbröl, die Fatima-Prozessionen in Alzen, das Schützenfest in Remmelsohl, die St.-Martinszüge in Holpe, Morsbach und Waldbröl sowie die Martins- und Weihnachtsmärkte in Waldbröl.

Die Uniformen

Im November 1979 ging der langgehegte Wunsch nach einheitlicher Kleidung in Erfüllung. Die erste "Vereinsuniform" bestand aus schwarzen Cordhosen, weißen Blusen und Hemden, sowie einem dazu passenden Bolero, welcher von Anne Schneider und Elke Lohmann genäht wurde. Bei einem Auftritt am 2.Dezember 1979 wurden die neuen Uniformen präsentiert. Im Jahr 1981 beanstandete Heinrich Helmert die Unterschiede im Schuhwerk, und so wurde festgelegt, dass zu der Vereinsuniform festes schwarzes Schuhwerk getragen werden sollte. Wieder im November (1988) wurden die Boleros durch eine neue Uniform ersetzt: taubenblaue Uniformjacken mit passenden Schiffchen und dem Emblem des Vereins wurden angeschafft. Das Vereinsemblem wurde von Herrn Georg Hennlein aus Holpe entworfen. Im Jahr darauf folgten maßgeschneidert einheitliche schwarze Hosen. Auch an Karneval tritt der Musikverein in "Uniform" auf: fleißige Näherinnen fertigten rot - schwarze Umhänge. 1989 wurde die Tracht durch schwarze Hüte ergänzt, die nach einem heftigen Regenguß 1996 durch neue Hüte (mit Clownsgesicht) ersetzt werden mussten. Seit ca. 1995 wurde diese Karnevalstracht durch neue farbenprächtige Kostüme in gelb - rot - grün mit farbliche angepasster Kappe ersetzt. Anlässlich des Jubiläums 1996 wurden auf Initiative von Andreas Klein neue Uniformjacken angeschafft. Diese sind weinrot und tragen ebenfalls das Emblem des Vereins. Für warme Tage komplettiert eine hellgraue Weste die Vereinskleidung. Im Jahr 2000 entschied der Verein sich, zusätzlich Sweat-Shirts anzuschaffen. Die dunkelblauen Sweat-Shirts mit knallgelber Schrift sind inzwischen schon zum Markenzeichen der Holper Musiker geworden. Daher folgten für warme Tage ein Jahr später die passenden T-Shirts. Auch das Nachwuchsorchester wurde im Jahr 2011 mit dunkelblauen Polo-Shirts ausgestattet.

Die Feste und Feiern

Auch wenn die Musik immer das Wichtigste war, so stand spätestens an zweiter Stelle die Gemeinschaft innerhalb des Vereins.
So war es auch ganz selbstverständlich, dass von Anfang an eine sog. "Jahresfeier" gemacht wurde, zu der in den ersten Jahren natürlich auch die Eltern eingeladen waren. Das erste größere Fest stand 1982 auf dem Programm: der Musikkreis Holpe wurde fünf Jahre jung. Daher hatte man in Steimelhagen ein Zelt aufgestellt und feierte vom 30. April bis 2. Mai. Trotz des schlechten Wetters war das Fest ein Erfolg, weil man neue Kontakte zu benachbarten Musikvereinen geknüpft hatte und somit Erfahrungen austauschen konnte. Um dem Risiko aus dem Weg zu gehen, dass das 10-jährige Jubiläum auch ins Wasser fiel, entschloss man sich, dieses am 27. und 28. Juni 1987 in kleinerem Rahmen im Gesellenhaus in Holpe zu feiern. 1996 stand wiederum ein Geburtstag an. Diesmal war ein großes Musikfest geplant. Samstags konnten sich befreundete Musik - und Sportvereine, sowie weitere Mannschaften in einem "Spiel ohne Grenzen" messen. Die "Holper Löwen", die den ersten Platz belegten, bekamen ihren Preis abends auf einer Party überreicht, zu welcher die "Bobbys" aufspielten. Sonntags hatte man die Musikvereine nochmals eingeladen, diesmal um zu musizieren. Das Orchester des Musikkreises eröffnete mit dem Jubiläumsstück "La Storia" das Freundschaftsspielen und präsentierte gleichzeitig die neuen Vereinsuniformen. Im Jahre 2002 feierten wir unser 25-jähriges Bestehen mit einem großen Musikfest. Drei Tage lang wurde auf dem Festplatz in Steimelhagen mit befreundeten Musikvereinen und Freunden des Vereins gefeiert. Höhepunkte waren diesmal wieder die "Spiele ohne Grenzen" und das Freundschaftsspielen der Musikvereine. Auch zum 30-jährigen Geburtstag sollte gefeiert werden. So fand am 18.08.2007 auf dem Hof Hagdorn unter dem Motto "Spiel - Spaß - Musik" ein "Hofkonzert" mit einem Menschenkicker Turnier, dem Auftritt des Kids-Orchesters, dem Jugendblasorchester Mehrbachtal und einem Auswahlorchester der ortsansässigen Vereine unter der Leitung von Andi Klein bei gutem Wetter und dem Besuch einer großen Zuhörerschaft statt.

Die Ausflüge

Neben den Festen trugen auch zahlreiche Ausflüge dazu bei, die Gemeinschaft zu festigen. So fand schon im April 1981 die erste "Bildungsfahrt" statt. Sie führte in die Kolpingfamilienferienstätte Olpe - eine Fahrt, die inzwischen fester Bestandteil der Probenarbeit ist. Mehrere Jahre hintereinander ging es an den Biggesee und nach und nach nahmen immer mehr Nachwuchskinder an dieser Fahrt teil. Es wurden Ausflüge zum Beispiel an den Biggesee und nach Sondern unternommen, es wurde gespielt und auf der Ponyranch gegrillt, vor allem aber wurde viel musiziert. Seit 1997 ist die Fahrt, aufgrund der beruflichen Situation vieler Musiker, allerdings auf ein Probenwochenende verkürzt worden. Schon früh wurde der Wunsch nach einer Reise ins Ausland laut. Deshalb fuhren die Musikerinnen und Musiker vom 6. Juli bis 12. Juli 1985 nach Wien. Von der Unterkunft im Kolpinghaus Wien-Maidling aus wurde Österreichs Kaiserstadt erkundet. Die Holper Musiker besuchten unter anderem den Stephansdom, das Schloss Schönbrunn, sowie Rust und den Neusiedler See. Zwei Jahre später, vom 16. Juli bis 26. Juli 1987 reiste das Orchester nach Polen. Neben den Städten Krakow und Tschenstochau standen auch Besuche in dem ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz / Birkenau und dem Salzbergwerk Wilicka auf dem Programm. Höhepunkt dieser Konzertreise war der Auftritt auf dem Marienplatz in Krakau, bei dem mehrere tausend Zuhörer der oberbergischen Musik lauschten und der sogar im polnischen Fernsehen übertragen wurde. 1989 war dann Belgien das Reiseziel. Hier wurden unter anderem die flämischen Städte Antwerpen, Gent und Brügge besucht. Auch hier wurde musiziert: der Musikkreis spielte im Antwerpener Park. Schon ein Jahr später wurden wieder die Koffer gepackt. Im Juni 1990 ging es nach Prag. Von hier aus besuchten die Musiker Kosice, Medzev, sowie das Ziptzer Ländchen. Außerdem wurde zusammen mit dem Orchester aus Medzev (Metztenseifen, Ostslowakei) ein Konzert ausgerichtet. Der nächste Ausflug folgte erst 1999. Diesmal stand Aachen auf dem Programm. Hier wurde unter anderem der Braunkohletagebau in Hambach besucht, der Aachern Dom besichtigt und ein Ausflug nach Corneli Münster durchgeführt. Nachdem die Musiker das "Dreiländereck" erkundet hatten, nahmen sie Abschied mit einem Frühschoppenkonzert. Im Jahr 2001 fuhr das Orchester über Christi Himmelfahrt Richtung Ostsee. Wir wohnten in der Kolpingferienstätte Salem, die erst 1996 errichtet wurde und nur 200 m vom Kumerower See entfernt liegt. Von hier aus besuchten wir Stralsund, die Insel Rügen, Rostock und den Strand von Warnemünde. Auch die Sportler unter uns kamen bei dem reichhaltigen Angebot rund um den See auf ihre Kosten. So wurde Fahrrad gefahren, Volleyball oder Fussball gespielt, Kanu gefahren und einige schwammen sogar, zugegeben etwas unfreiwillig, im Kumerower See. Außerdem unternahmen wir natürlich noch zahlreiche Tagesausflüge, Wanderungen und Fahrradtouren, an die wir gerne zurückdenken... 24.-28 Mai 2006 nach Bensheim, ein Reisebericht zur Vereinsfahrt des Musikkreises Holpe von Benedikt Mauelshagen:
Als wir uns am Mittwoch, den 24. Mai 2006 in Holpe trafen, wusste noch keiner der 33 Reisenden, wohin uns die Reiseleitung (Matthias und Lukas) bringen würde. Doch schon in ein paar Stunden würden wir wissen, wo wir die nächsten 5 Tage wohnen würden. Zuerst aber mussten Koffer und Taschen, Instrumente und Noten, sowie Getränke und ein Grill im Bus verstaut werden, bevor dieser sich um 12:30 Uhr in Bewegung setzte. Nach 2 Stunden und 50 Minuten hatten wir unser Ziel erreicht : das Jugendhaus Maria Einsiedel bei Gernsheim am Rhein in Hessen. Wir bezogen unsere Zimmer und aßen zu Abend. Danach spielten die Einen Fußball oder Billiard, während die Anderen nach Gernsheim gingen (um dort anschließend ein paar Gläser zu leeren). Der Donnerstag stand unter dem Motto: erst der Spaß, dann die Arbeit. Nachdem unser Bus um 9:05 Uhr gestartet war, erreichten wir um 9:40 Uhr das Schloss Auerbach bei Bensheim. Dort wuchs auf einer Mauer eine 300 Jahre alte Kiefer. Manche Musiker nutzten die Gelegenheit, um den höchsten Turm zu erklimmen. Oben hatte man, bei viel Wind, eine gute Aussicht. Anschließend besichtigten wir die Altstadt, bevor wir am Nachmittag unsere Musik, in der Weinschänke Götzinger in Zell, zum Besten gaben. Um 15:40 Uhr begannen wir in strömendem Regen vor einem fast leeren Biergarten zu spielen. Um 17:20 Uhr waren wir so nass, dass wir uns erst einmal stärken mussten, bevor wir später in der warmen und trockenen Weinschänke für gute Stimmung sorgten. Mit dieser Stimmung endete der Tag. Am Freitag besichtigten wir Heidelberg am Neckar. Um viertel nach 10 begann unsere Stadtführung, und mit Beginn der Führung, setzte ein ganztägiger Dauerregen ein. Auf der Stadtführung besichtigten wir all das, was man besichtigt haben muss, wenn man in Heidelberg war - die alte Brücke, die Kirche, die Altstadt und das Schloss. Im Schloss gab es ein riesiges Fass, welches einen Inhalt von über 200.000 Litern hatte. Vom Schloss aus hatte man eine gute Aussicht auf Heidelberg und den Neckar, wo wir am Nachmittag eine 85 minütige Schiffstour machten. Als wir um 16:35 Uhr wieder im Bus saßen, hörte es schlagartig auf zu regnen. Grrr! Am Samstag wollten wir baden gehen - im Felsenmeer. Doch leider gab es dort, außer einem kleinen Bach, kein Wasser und erst recht kein Meer. Das Felsenmeer ist, der Sage nach, durch 2 Riesen entstanden, die sich mit Felsbrocken bombardiert haben sollen. Nachdem wir eine anstrengende Klettertour, mit viel Sonne, hinter uns hatten, stärkten wir uns mit frisch gegrillten Würstchen. Danach fuhren wir nach Lorsch, um dort das Benediktinerkloster zu besichtigen. Das Abendessen fand heute in Gronau "Auf der Au" statt. Der Sonntag war der letzte Tag unserer Vereinsfahrt. Das heisst : nach dem Frühstück Koffer packen. Nachdem diese gepackt und im Bus verstaut waren, fuhren wir um 9:45 Uhr nach Auerbach, um dort das Auerbacher Fürstenlager zu besichtigen. Das Fürstenlager war ein riesengroßer, wunderschöner Park, indem ein Mammutbaum stand. Hiernach fuhren wir nochmals in die Weinschänke nach Zell, weil unsere Musik am Donnerstag großen Zuspruch erhalten hatte. Diesmal war der Biergarten voller und die Sonne strahlte vom Himmel. Nachdem wir musiziert hatten, aßen wir zu Mittag, bevor sich der Bus um 10 vor 3 wieder in Bewegung setzte. Die Vereinsfahrt endete mit der Ankunft in Holpe um 18:35 Uhr, wo wir herzlichst empfangen wurden. Insgesamt war es eine tolle Fahrt, bei der wir viel gesehen haben und viel Spaß hatten.
2007: Konnersreuth/Landkreis Tirschenreuth im Fichtelgebirge.
Im August 2007 wollte sich unser langjähriger Schlagzeuger Markus Passiepen trauen: in der Wallfahrtskirche Bärnau gaben sich Petra und Markus das Ja-Wort. So machte sich der Musikkreis am 03.08.07 morgens um 6.00 Uhr auf die Reise in den Landkreis Tirschenreuth an der tschechischen Grenze. Gegen Mittag erreichten wir die erste Station unserer Reise: das Luisenburg-Felsenlabyrinth; anschließend ging es weiter zur Falknerei Katharinenberg wo wir an einer Greifvogel-Flugschau teilnahmen. Der erste Tag endete im Hotel/Gasthof "Weisses Ross" in Konnersreuth. Am Samstagmorgen besichtigten wir das Groß-Sägewerk Ludwig Ziegler, Botzer Mühle in Plößberg und staunten, wie in sekundenschnelle komplette Baumstämme zerlegt wurden. Mittags ging es dann nach Bärnau zur Steinbergkirche, wo wir die Trauung von Petra und Markus mitgestalteten. Den Nachmittag nutzten wir für einen Abstecher zum "Shopping" auf den Vietnamesenmarkt sowie nach Eger auf tschechischer Seite. Bevor wir Sonntag die lange Rückfahrt antraten, konnten wir beim Feuerwehrfest in Ellenfeld bei Bärnau echt bayrische Weisswurscht und ein kühles Moaß geniessen.
12.-16.05.2010 Wertach im Allgäu
Im Jahre 2010 sollte es auf Vorschlag aus den Reihen der Musiker ins Allgäu gehen. Zum ersten mal waren viele Musikerfamilien mit kleinen Kindern dabei, so dass das Kolpingfamilien-Ferienhaus in Wertach als Ziel ausgewählt wurde. Das Schwimmbad im Haus, die Turnhalle und ein Kletter- und Spielparadies für die Kleinen ließen das schlechte Wetter vergessen. Füssen, Schloß Neuschwanstein, die Breitachklamm und die Stadt Kempten sowie die Wanderung zur Käserei in Wertach standen auf dem Ausflugsprogramm.

Die Nachwuchsarbeit

In den ersten Jahren unterrichtete der Dirigent Heinrich Helmert alle Kinder noch selber. Aber schon 1979 bekam er Unterstützung durch Herrn Bruno Seifer, welcher den Klarinettenunterricht übernahm. 1981 wurde angeregt, ausgewählte Kinder zusätzlich zu fördern, indem man die Trompetenschüler zu Herrn Bläser nach Schönstein schickte. Unter dem Dirigenten Erwin Galke wurde eine sog. "Vorprobe" eingeführt, in welcher "musikalisch Schwächere" vor der Orchesterprobe intensiver betreut wurden.
Außerdem regte Herr Galke einen Anfängerkurs an, der musikalische Theorie mit der Erlernung eines Instrumentes verbinden sollte. Dieser fand ab März 1984 statt und scon 1985 nannte Galke diesen Kurs "eine gute B-Mannschaft", die eigene Auftritte bestreiten könne. Am 1. Mai 1987 wurden die Musikerinnen und Musiker der "B-Gruppe" "mit allen Rechten und Pflichten" ins Orchester übernommen. Erwin Galke unterrichtete die "A" und die "B-Gruppe", während sein Sohn Lothar die "C" und die "D-Gruppe" übernahm. Nach dem Weggang von Herrn Galke übernahmen Sandra Fuchs (Holzblasinstrumente) und Guido Leidig (Blechblasinstrumente) die Nachwuchsausbildung, bis dann 1996 die Musikschule Morsbach gegründet wurde.
Zur Zeit befinden sich ca. 40 Jungen und Mädchen in der musikalischen Ausbildung der Musikschule Morsbach: beginnend mit der musikalischen Früherziehung, dem Blockflötenkurs, dem Erlernen eines Blasinstruments oder Schlagzeug, der Aufnahme ins Kidsorchester und schließlich der Wechsel zum großen Orchester ist der musikalische Weg vorgezeichnet. Aus der "Vorprobe" oder der "B-Mannschaft" hat sich im Laufe der Zeit ein komplettes Nachwuchsorchester gebildet. Im Jahr 2010 wurden mit 35 Musikern einige Auftritte bestritten: beim Kindergartenfest in Holpe, beim Sommerfest des Altenheims Reinery oder beim Dorffest in Steimelhagen, die auch im Jahr 2011 wieder auf dem Programm stehen. Nicht zu vergessen die Auftritte vor "großem Publikum" beim Herbstkonzert. 2010 wurden erstmals 3 Stücke gemeinsam mit dem großen Orchester unter der Leitung von Stefan Vogel dargeboten. Die Musikerzahl ist mittlerweile (2011) auf 41 angewachsen und nach und nach wechseln die jungen Musiker ins große Orchester. Im Jahr 2010 wurde auch erstmals wieder ein Probenwochenende des Nachwuchsorchesters durchgeführt: 3 Tage wurde auf der Freusburg das Herbstkonzert vorbereitet. Im September 2011 findet das Probewochenende in der Jugendherberge Olpe statt.
Im November 2011 wurde das Kidsorchester und das Konzertorchester verschmolzen. Dazu wurde in einer Aktivenversammlung die zukünftige Strategie für die musikalische Ausrichtung, die Eingliederung und Förderung junger Musiker, die Probenarbeit und der Auftritte diskutiert. Die Probenarbeit findet zur Zeit in drei Blöcken - ausgerichtet an der musikalischen Leistungsfähigkeit und zum Ausprobieren musikalischer Stilrichtugen statt. Seit dem 11.09.2012 ist eine Vorprobe neu eingerichtet.

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